WORKSHOP

“Culture is the process by which a person becomes all that they were created capable of being.”

Thomas Carlye

Kunst und künstlerische Prozesse dienen dem Innehalten, der Reflexion, individuell ebenso wie in der Gruppe. Das begonnene Werk zu vollenden, den Moment der Aufführung zu erleben und zu teilen, dies sind zweifelsohne die treibenden Kräfte. Der Weg dorthin jedoch bietet zahllose Möglichkeiten der Gestaltung hier gilt es den Unterschied zu machen!

Fundament und Ausgangspunkt der von uns betreuten Projekte bildet folgender Kreislauf, den man sich wie das Ineinandergreifen der Zähne eines Spielwerks vorstellen kann:

Vertrauen <-> Freiheit <-> Verantwortung

Zu Beginn steht das Vertrauen in jedes einzelne Glied der Kette. Jeder Mensch, Trainer*in wie Teilnehmer*in, ist reich an Erfahrungen und Empfindungen und trägt in sich den Wunsch und das Potential künstlerischen Ausdrucks. Vertrauen zu erhalten schafft Freude, schenkt die benötigte Ruhe, um auf andere zuzugehen, ist der erste befreiende Schritt auf einem gemeinsamen Weg.

Sobald wir nicht unter dem Druck stehen, den von außen auf uns projizierten Erwartungshaltungen gerecht werden zu müssen, erleben wir das ungewohnte Gefühl von Freiheit. Sobald wir in der Lage sind, unsere ganz eigenen Impulse zu spüren und ihnen nach Lust und Laune nachzugehen, öffnen wir uns automatisch für das, was uns umgibt und übernehmen Verantwortung.

Auf diesem Weg stellen wir uns folgenden Fragen: Welche Fertigkeiten fordert und fördert die Auseinandersetzung und die gemeinsame künstlerische Arbeit? Welche Erlebnisse sammelt der/die Teilnehmer*in im Laufe des Prozesses? Zu welchen Zugeständnissen ist er/sie bereit, um die Gruppe zu stärken und zu stützen?

Die meisten unserer Workshops fanden bislang im universitären Rahmen statt, für die Zukunft wünschen wir uns auch vermehrt im soziokulturellen Bereich, in der Arbeit mit Jugendlichen einbringen zu können.

Praxis an der Universität

wir machen Kultur!

Für die Universität des Saarlandes sowie die Universität Luxemburg schneiderten wir bereits Seminare. So entdeckten wir im Teilbereich “Wissenschaft und Kultur”, was es bedeutet ein Gastspiel aus Frankreich über die Grenze und zur Aufführung zu bringen. Für das ZiS (Zentrum für internationale Studierende) gestalteten wir in Trier eine PR- und Medienwerkstatt und in Luxemburg selbst erkundeten wir mit Studierenden der Germanistik anhand theatraler Übungen das Gefühl von Fremdheit.

Transatlantic Dialogue (tad)

Exploring culture and education

Ausgehend von der Universität Luxemburg fand diese internationale Konferenz bislang von 2008 – 2020 im Dreijahresrhythmus statt. Sie versteht sich als interdisziplinäre Plattform in deren Rahmen die Bedeutung von Kultur und liberaler Bildung für die Förderung der ‘global citizenship’ diskutiert und aktiv gestaltet wird.

Von Beginn an dabei, entwickelten wir für den TAD Workshops, in denen die Teilnehmer*innen erleben konnten, wie sinnvoll sich die Praxis der ‘non-formal

education’ und Theaterpädagogik mit der Theorie des akademischen Alltags kombinieren lässt, welchen Wert es hat, sich nicht nur auf gedanklicher Ebene sondern auch körperlich nahe zu kommen, um nachhaltige Beziehungen zu knüpfen.

GrAFiTi ASBL

Studentisches Theater in der Großregion

2015 gründeten Studierende an den Universitäten der Großregion den Verein ‘GrAFiTi Asbl., mit dem Ziel, den Austausch studentischer Kulturarbeit grenzüberschreitend zu fördern.

Das bereits im Jahr 2010 erstmals durchgeführte Festival gleichen Namens wird seither alljährlich vom Verein organisiert. An mehreren aufeinander folgenden Tagen finden Theatervorstellungen und mehrsprachige Workshops zu interkulturellem Austausch, theatraler Praxis und aktuellen gesellschaftspolitischen Themen statt.

Erasmus +

Youth in Action

Gefördert durch Mittel des EU-Programms “Youth in Action”, hatten wir bereits zweimal die Chance, langfristige Partnerschaften zu gestalten. Vom Projektantrag über die Koordination hin zur Durchführung sammelten wir in den Jahren 2015/16 sowie 2018-2020 Erfahrung in der verantwortlichen Betreuung dieser Formate und hoffen auf eine baldige Fortsetzung!

LINK: 03_4_Erasmus+_LINK_Preview PlayEurope

Meine Bühne Hamburg

Ein Theater-Camp für Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund

In Kooperation mit InterCultur verwandelten wir 2017 eine Woche die alte FUX-Kaserne in Hamburg Altona in eine Welt, wie sie uns gefällt. Theaterspiel, Maskenbau, basteln, musizieren…

Zum Abschluß gab es eine Aufführung, die uns erneut zeigte, wie grenzenlos die Fantasie ist, und der Wunsch, einander zu verzaubern.